Die Rennräder der Profis 2026: Die Bikes von der Tour de France, dem Giro und der Vuelta

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Bild: Canyon – 2026_RCE_x_x_Ronde Van Vlaanderen_x_ALL

Wer wissen will, wie sich der professionelle Radsport im Jahr 2026 verändert hat, muss nicht nur auf die Fahrer schauen. Ein Blick auf ihre Fahrräder reicht oft schon aus. Die Rennmaschinen der WorldTour sind längst rollende Versuchslabore. Sie verbinden Aerodynamik, geringes Gewicht, elektronische Schaltungen, immer breitere Reifen und hochintegrierte Cockpits zu einem Gesamtpaket, das mit dem klassischen Rennrad nur noch entfernt verwandt ist. Besonders interessant ist dabei, dass die Grenzen zwischen Aero Rennrad und Kletterrad immer weiter verschwimmen. Ein eigenes leichtes Bergmodell ist für viele Teams nicht mehr zwingend notwendig. Stattdessen versuchen die Hersteller, ein einziges Rennrad zu bauen, das schnell genug für den Sprint und leicht genug für den Alpenpass ist.

Das zeigt sich 2026 besonders deutlich. Trek setzt auf die Madone als universelle Rennmaschine. Specialized bringt mit dem Tarmac SL9 ein neues Modell in den Profipeloton. Bianchi kombiniert beim neuen Specialissima RC geringes Gewicht mit Aerodynamik. Giant geht beim neuen Propel einen ähnlichen Weg. Und Colnago lässt Tadej Pogačar auf dem radikal gezeichneten Y1Rs antreten, obwohl der Fahrer in den Bergen traditionell von einem besonders leichten Fahrrad profitieren könnte. Auch bei den Komponenten verschiebt sich das Kräfteverhältnis. Shimano Dura Ace Di2 und SRAM Red AXS dominieren den Profisport. Campagnolo ist dagegen fast vollständig aus dem Spitzenpeloton verschwunden und taucht 2026 bei den Männern nur noch am Look Rennrad von Cofidis auf. Bei den Frauen ist Cofidis ebenfalls die einzige Mannschaft, die auf Campagnolo setzt.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Rennräder der Männer und Frauen in der Saison 2026. Im Mittelpunkt stehen die WorldTour Teams sowie die Mannschaften, die bei der Tour de France und der Tour de France Femmes an den Start gegangen sind.

Tipp: Rennräder im Sale

Was ein Profirennrad 2026 auszeichnet

Ein modernes Profi Rennrad ist nicht einfach ein möglichst leichtes Fahrrad. Entscheidend ist die Summe vieler kleiner Vorteile. Der Rahmen muss aerodynamisch sein, gleichzeitig ausreichend steif und komfortabel. Das Cockpit soll möglichst wenig Luftwiderstand erzeugen. Die Laufräder werden auf das jeweilige Terrain abgestimmt. Die Reifen sind inzwischen häufig 28 oder 30 Millimeter breit. Und die elektronische Schaltung erlaubt es den Fahrern, auch unter hoher Belastung präzise zu schalten.

Die UCI schreibt für Rennräder im Profisport weiterhin ein Mindestgewicht von 6,8 Kilogramm vor. Das führt zu einer interessanten Entwicklung. Viele moderne Aero Rennräder könnten theoretisch leichter gebaut werden, müssen für den Renneinsatz aber teilweise zusätzlich ballastiert werden. Gleichzeitig investieren die Hersteller immer mehr Gewicht in tiefe Laufräder, große Reifen und aerodynamische Cockpits. Der Trend geht deshalb klar zum Allrounder. Ein Rennrad wie das Specialized Tarmac, das Cervélo S5, das Colnago Y1Rs oder das Trek Madone soll möglichst viele Rennsituationen abdecken.

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Die Männer: Das Material der WorldTour

Bild: Canyon

Alpecin Premier Tech und das Canyon Aeroad CFR

Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen fahren auch 2026 auf Canyon. Das wichtigste Rennrad der Mannschaft ist das Canyon Aeroad CFR. Dazu kommen das leichtere Ultimate CFR und das Speedmax für Zeitfahren. Das Aeroad CFR ist ein klassisches Aero Rennrad, das inzwischen deutlich universeller geworden ist als frühere Generationen. Canyon hat das Modell 2026 unter anderem mit einem neuen, stärker ausgestellten CP0053 Cockpit ausgestattet. Das Fahrrad wird mit Shimano Dura Ace Di2 und Shimano Dura Ace Laufrädern gefahren. Dazu kommen Pirelli Reifen, Selle Italia Sättel und Wahoo Radcomputer. Dass ausgerechnet van der Poel auf dem Aeroad fährt, ist kein Zufall. Der Niederländer braucht ein Fahrrad, das bei hohen Geschwindigkeiten auf flachen Strecken ebenso funktioniert wie bei den Klassikern und in den großen Rundfahrten. Seine persönliche Verbindung zu Canyon reicht zudem weit über den Teamsponsor hinaus.

Bild: Bianchi Specialissima RC

Bahrain Victorious und das neue Bianchi Specialissima RC

Bahrain Victorious ist 2026 auf Bianchi unterwegs. Nach neun Jahren mit Merida ist das ein erheblicher Wechsel. Die Mannschaft kann zwischen dem Bianchi Specialissima RC und dem Oltre RC wählen. Für Zeitfahren steht das Aquila zur Verfügung. Besonders interessant ist das neue Specialissima RC. Bianchi positioniert das Modell als Allrounder und nicht mehr als reines Kletterrad.

Der Rahmen soll lediglich rund 750 Gramm wiegen. Gleichzeitig wurde die Aerodynamik gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert. Bianchi nennt eine Verbesserung von 16 Watt bei 50 Stundenkilometern. Die Carbonstruktur mit Countervail soll zusätzlich für eine hohe Vibrationsdämpfung sorgen. Verbaut sind Shimano Dura Ace, Vision Laufräder und Continental Reifen. Damit zeigt Bianchi sehr deutlich, wohin sich der Markt entwickelt. Das leichte Rennrad soll nicht mehr zwangsläufig langsam sein.

Bild: Van Rysel RCR F

Decathlon CMA CGM und das Van Rysel RCR F

Die französische Mannschaft setzt auch 2026 auf die hauseigene Marke Van Rysel. Das wichtigste Modell ist das RCR F. Dazu kommen das RCR R und das RCR X als Zeitfahrmaschine. Das RCR F ist die aerodynamische Rennmaschine des Teams und wurde mit Unterstützung von Swiss Side entwickelt. 2026 hat Decathlon allerdings einen wichtigen Wechsel vorgenommen. Statt Shimano kommt SRAM Red AXS zum Einsatz. Die Laufräder stammen von Swiss Side und die Reifen von Continental.

Bei der Tour de France war zudem ein besonders interessantes Detail zu beobachten. Paul Seixas fuhr auf einem noch nicht offiziell vorgestellten Van Rysel Prototypen. Die schwarze Maschine verbindet offenbar Elemente des RCR F und des leichteren RCR Pro. Damit wurde deutlich, dass Van Rysel bereits an der nächsten Generation seiner Rennräder arbeitet.

Bild: SuperSix EVO LAB71 SL

EF Education EasyPost und das Cannondale SuperSix Evo

Cannondale hat mit dem SuperSix Evo inzwischen praktisch alle klassischen Rennradkategorien in einem Modell zusammengeführt. Die Mannschaft fährt die fünfte Generation des SuperSix Evo sowie das SuperSlice für Zeitfahren. Das neue SuperSix Evo ist niedriger und schmaler geworden. Gleichzeitig wurde das Cockpit stärker integriert. Das Ergebnis ist ein Rennrad, das sich optisch kaum noch als klassisches Kletterrad erkennen lässt.

EF Education EasyPost wechselte 2026 von Shimano auf SRAM Red AXS. Die Laufräder stammen von Vision und die Reifen von Vittoria. Interessant ist dabei ein Detail, das zeigt, wie weit Werbewelt und Rennrealität auseinanderliegen können. Die Teamräder werden optisch als LAB71 Modelle präsentiert. Bei genauer Betrachtung der verkauften Teamräder zeigte sich jedoch, dass teilweise Hi Mod Rahmen mit LAB71 Lackierung eingesetzt wurden.

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Groupama FDJ United und das Wilier Filante SLR ID2

Groupama FDJ United fährt 2026 auf Wilier. Das zentrale Rennrad ist das Filante SLR ID2. Für besonders bergige Rennen steht das Verticale SLR zur Verfügung. Im Zeitfahren kommt das Supersonica SLR zum Einsatz.

Bild: Wilier Filante SLR ID2

Das Filante ist ein klassisches Aero Rennrad mit vergleichsweise schlanker Silhouette. Für 2026 erhielt es eine neue Farbgebung und zahlreiche aerodynamische Detailoptimierungen. Dazu gehören unter anderem eine tiefere Gabel, aerodynamische Flaschen und ein schmaleres, ausgestelltes Cockpit. Die Ausstattung besteht aus Shimano Dura Ace, Miche Laufrädern und Continental Reifen. Bei den Radcomputern setzt das Team auf iGPSport.

Bild: Pinarelle Dogma F

Ineos Grenadiers und das Pinarello Dogma F

Ineos bleibt Pinarello treu. Das wichtigste Rennrad ist das Dogma F, ergänzt durch das Bolide für Zeitfahren. Das Dogma F ist eines der traditionsreichsten Räder im Profisport und gleichzeitig ein modernes Aero Allround Rennrad. Die aktuelle Generation kombiniert die charakteristische Pinarello Geometrie mit aerodynamisch optimierten Rohrformen und vollständig integrierter Zugführung.

2026 wechselte Ineos bei den Laufrädern zu Scope. Das Team fährt Shimano Dura Ace, Continental Reifen und Prologo Sättel. Das Dogma F ist zudem eines der wenigen Modelle, die bei zwei unterschiedlichen Tour Mannschaften auftauchten. Neben Ineos setzte auch Q36.5 auf das Pinarello.

Lidl Trek und das Trek Madone SLR

Das Trek Madone SLR der achten Generation ist 2026 das wichtigste Rennrad von Lidl Trek. Für Zeitfahren kommt das Speed Concept zum Einsatz. Das Besondere am Madone ist, dass Trek die früher getrennten Modelle Madone und Émonda inzwischen in einer Rennmaschine zusammengeführt hat. Das aktuelle Madone soll gleichzeitig aerodynamisch und leicht sein. Eine Öffnung im Bereich des Sitzrohrs unterstützt die Nachgiebigkeit.

Lidl Trek kombiniert das Rad mit SRAM Red AXS, Bontrager Aeolus Laufrädern und Pirelli Reifen. Bei der Tour waren außerdem noch nicht offiziell vorgestellte Bontrager Laufräder zu sehen.

Lotto Intermarché und das Orbea Orca Aero

Lotto Intermarché setzt 2026 auf Orbea. Die Mannschaft kann zwischen Orca Aero und Orca wählen. Im Zeitfahren kommt das Ordu zum Einsatz. Besonders interessant ist das neue Orca Aero, das unmittelbar vor der Tour vorgestellt wurde. Orbea hat den Rahmen überarbeitet und den Luftstrom rund um den Fahrer weiter optimiert. Gleichzeitig wurde die Reifenfreiheit auf 37 Millimeter erweitert. Die Ausstattung besteht aus Shimano Dura Ace, Oquo Laufrädern und Vittoria Reifen.

Movistar und das Canyon Aeroad CFR

Movistar fährt ebenfalls Canyon Aeroad CFR. Damit teilen sich zwei der bekanntesten Mannschaften des Pelotons das gleiche zentrale Rennrad. Der Unterschied liegt vor allem in der Ausstattung. Movistar setzt auf SRAM Red AXS und Zipp Laufräder. Continental liefert die Reifen. Im Zeitfahren kommt das Speedmax CFR zum Einsatz. Das Aeroad zeigt damit sehr deutlich, dass ein gutes Aero Rennrad nicht zwingend an einen bestimmten Komponentenhersteller gebunden ist. Der gleiche Rahmen kann mit unterschiedlichen Schaltgruppen und Laufradsystemen völlig unterschiedliche Charaktere entwickeln.

NSN Cycling Team und das Scott Foil RC

NSN Cycling ist 2026 das Team mit einem der ältesten Rennräder im WorldTour Peloton. Das Scott Foil RC wurde bereits 2022 vorgestellt und ist damit deutlich älter als viele Konkurrenten. Trotzdem bleibt das Foil ein ausgesprochen schnelles Aero Rennrad. Scott liefert zusätzlich das leichtere Addict RC und das Plasma für Zeitfahren. Die Mannschaft fährt SRAM Red AXS, Zipp Laufräder und Continental Reifen.

Gerade dieser Vergleich ist interessant. Während einige Hersteller ihre Rennräder inzwischen fast jährlich weiterentwickeln, zeigt das Foil, dass ein gutes Grundkonzept nicht automatisch veraltet sein muss.

Red Bull Bora Hansgrohe und das Specialized Tarmac SL9

Mit Remco Evenepoel ist 2026 ein Fahrer hinzugekommen, der selbst als technischer Maßstab für Zeitfahren und Aerodynamik gilt. Sein neues Arbeitsgerät ist das Specialized Tarmac SL9. Specialized hat das Tarmac weiterentwickelt, ohne die Grundidee des Allrounders aufzugeben. Der neue Rahmen soll gegenüber dem Vorgänger aerodynamisch effizienter sein. Dazu wurden unter anderem Steuerrohr und Sitzrohr überarbeitet.

Red Bull Bora Hansgrohe fährt SRAM Red AXS, Roval Laufräder und Specialized Reifen. Für Zeitfahren steht das Shiv zur Verfügung. Evenepoel erhielt zudem eine Sonderlackierung, die an seinen Status als Olympiasieger erinnert. Das zeigt eine weitere Besonderheit des Profiradsports. Die Räder sind längst nicht nur Sportgeräte, sondern auch mobile Markenbotschafter.

Soudal Quick Step und das Specialized Tarmac SL9

Soudal Quick Step fährt ebenfalls das Tarmac SL9. Im Gegensatz zu Red Bull Bora Hansgrohe setzt die Mannschaft allerdings auf Shimano Dura Ace. Roval liefert die Laufräder und Specialized die Reifen, Sättel und weitere Komponenten. Für Zeitfahren kommt das Shiv zum Einsatz.

Dass zwei Teams dasselbe Rahmenmodell mit unterschiedlichen Schaltgruppen einsetzen, macht einen interessanten Punkt sichtbar. Im Profisport entscheidet nicht nur der Rahmen über die Eigenschaften eines Fahrrads. Laufräder, Reifen, Übersetzung, Cockpit und Sitzposition verändern das Gesamtpaket erheblich.

Team Jayco AlUla und das Giant Propel

Giant hat 2026 ein neues Propel Advanced SL eingeführt. Das Aero Rennrad soll deutlich leichter und gleichzeitig schneller als sein Vorgänger sein. Die Mannschaft kann grundsätzlich zwischen Propel und TCR wählen. Für Zeitfahren steht das Trinity zur Verfügung. Bei der Tour setzte das Team allerdings stark auf das neue Propel. Giant gibt für das neue Modell eine Gewichtsersparnis von 355 Gramm und eine Verbesserung der Aerodynamik von 18,4 Watt an. Die Ausstattung ist konsequent aufeinander abgestimmt. Shimano Dura Ace trifft auf Cadex Laufräder, Cadex Reifen und Cadex Sättel. Giant liefert das Cockpit und weitere Komponenten.

Picnic PostNL und das Lapierre Xelius DRS

Das Xelius DRS ist eine interessante Antwort auf die Frage, wie ein modernes Allround Rennrad aussehen kann. Lapierre hat mit diesem Modell die früher getrennten Konzepte Xelius und Aircode in einer Plattform zusammengeführt. Das Team fährt Shimano Dura Ace, Ursus Laufräder und Vittoria Reifen. Im Zeitfahren kommt das Aerostorm DRS zum Einsatz.

Das Xelius ist besonders an seiner markanten hinteren Rahmenstruktur zu erkennen. Technisch soll es gleichzeitig aerodynamisch, leicht und komfortabel sein.

Team Visma Lease a Bike und das Cervélo S5

Wenn es um die Frage nach dem schnellsten Aero Rennrad im Profisport geht, führt 2026 kaum ein Weg am Cervélo S5 vorbei.

Jonas Vingegaard fährt überwiegend das S5. Für bergige Rennen steht das leichtere R5 bereit. Dazu kommen das Soloist für spezielle Einsätze und das P5 für Zeitfahren.

Das S5 besitzt eine markante V förmige Cockpitkonstruktion und eine ungewöhnliche Gabel Steuerrohr Lösung. Wie beim Colnago Y1Rs wird der Gabelschaft auf besondere Weise vom Steuerrohr entkoppelt, wodurch sich die Aerodynamik verbessern lässt.

Visma fährt SRAM Red AXS und Reserve Laufräder. Vingegaard setzt bei bestimmten Etappen zudem auf eine Einfachübersetzung. In Verbindung mit einem SRAM Red Aero Kettenblatt und einer XPLR Kassette entsteht ein ungewöhnliches Setup, das im Hochleistungsradsport vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wäre.

UAE Team Emirates XRG und das Colnago Y1Rs

Tadej Pogačars Rennrad ist wahrscheinlich das bekannteste Fahrrad des Jahres 2026. Der Slowene fährt überwiegend das Colnago Y1Rs.

Das Y1Rs ist kein klassisches italienisches Rennrad mit dünnen Rohrformen. Es ist eine radikale Aero Maschine. Die tiefen Rahmenbereiche, das integrierte Cockpit und die ungewöhnliche Frontpartie zeigen, wie stark Colnago auf Aerodynamik setzt.

Pogačar fährt dabei eine besonders leichte, unlackierte Version. Dazu kommen Enve Laufräder, Continental Reifen und Shimano Dura Ace.

Bemerkenswert ist, dass UAE weiterhin das leichtere V5Rs zur Verfügung hat. Pogačar nutzt aber offenbar zunehmend das Y1Rs. Die Entscheidung zeigt, wie sich die Prioritäten im Profiradsport verschieben. Aerodynamik ist inzwischen selbst am Berg so wichtig geworden, dass ein schwereres Aero Rennrad gegenüber einem reinen Kletterrad Vorteile bieten kann.

Uno X Mobility und das Ridley Noah Fast 3.0

Uno X Mobility fährt 2026 das Ridley Noah Fast 3.0. Das Modell ist konsequent auf Aerodynamik ausgelegt. Im Zeitfahren kommt der Dean zum Einsatz.

Die Ausstattung besteht aus Shimano Dura Ace, DT Swiss Laufrädern und Continental Reifen.

Bei der Tour tauchte allerdings ein noch nicht veröffentlichtes Ridley Kletterrad auf. Es könnte sich um eine neue Generation des Falcon handeln. Damit folgt Ridley dem gleichen Trend wie viele andere Hersteller. Ein extremes Aero Modell wird um ein besonders leichtes Modell ergänzt, das für die großen Bergankünfte eingesetzt werden kann.

XDS Astana und das X Lab AD9

XDS Astana fährt mit dem X Lab AD9 ein Rennrad einer chinesischen Marke, die im europäischen Profisport noch vergleichsweise wenig bekannt ist.

Das AD9 ist ein modernes Aero Allround Rennrad. Dazu kommen das RS9 sowie Vision Metron Laufräder, Shimano Dura Ace und Vittoria Reifen.

Die Präsenz von X Lab im WorldTour Peloton ist mehr als eine Randnotiz. Chinesische Hersteller treten zunehmend nicht mehr nur über günstige Komponenten auf, sondern versuchen, mit eigenen Hochleistungsrahmen in die technologische Spitze vorzudringen.

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Die fünf zusätzlichen Tour Teams

Die Tour de France 2026 bestand aus 23 Mannschaften. Neben den 18 WorldTour Teams waren Tudor, Q36.5 und Cofidis direkt qualifiziert. TotalEnergies und Caja Rural Seguros RGA erhielten Wildcards.

Pinarello Q36.5 und das Dogma F

Tom Pidcock bekam 2026 ein ganz besonderes Rennrad. Sein Pinarello Dogma F ist technisch eng mit dem Rad von Ineos verbunden, wird aber mit SRAM Red AXS aufgebaut.

Bei den Klassikern fuhr Pidcock beispielsweise eine Einfachübersetzung mit einem 54er Kettenblatt und einer 10 bis 36 Kassette. Dazu kamen Zipp Laufräder, Vittoria Reifen und ein integriertes Most Cockpit. Das Rad wog in dieser Konfiguration lediglich 7,18 Kilogramm inklusive Pedalen.

Für die Tour erhielt das Dogma F eine spezielle Lackierung mit goldenen Elementen. Pidcock fuhr eine Zweifachübersetzung mit 54 und 41 Zähnen sowie einer 10 bis 36 Kassette.

Tudor und das BMC Teammachine R

Tudor Pro Cycling fährt 2026 auf BMC. Das zentrale Rennrad ist das Teammachine R 01.

Das Modell wurde zusammen mit Red Bull Advanced Technologies entwickelt und verbindet aerodynamische Eigenschaften mit einem vergleichsweise geringen Gewicht. Das Team verfügt zusätzlich über eine spezielle Masterpiece Version.

Verbaut sind SRAM Red AXS, DT Swiss Laufräder und Schwalbe Pro One Reifen. Im Zeitfahren kommt das Timemachine MPC zum Einsatz.

Cofidis und das Look 795 Blade RS 3

Cofidis besitzt 2026 eine Sonderstellung. Die französische Mannschaft fährt Look und ist die einzige Mannschaft der Tour de France, die Campagnolo einsetzt.

Das wichtigste Rennrad ist das neue Look 795 Blade RS 3. Im Zeitfahren kommt das 796 Monoblade RS zum Einsatz. Campagnolo liefert die Super Record 13 Schaltgruppe und die Bora Ultra Laufräder. Vittoria liefert die Reifen.

Das 795 Blade RS 3 wurde gegenüber seinem Vorgänger leichter und aerodynamisch effizienter. Damit ist es ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleinere Komponentenhersteller und Rahmenbauer weiterhin eigene technische Wege gehen.

TotalEnergies und das Cube Litening Aero

TotalEnergies fährt 2026 Cube. Besonders interessant ist ein noch nicht offiziell erhältliches Litening Aero C68 X.

Das neue Cube besitzt eine auffällig tiefe Front, ein stark integriertes Cockpit und überarbeitete Rohrformen. Für bergige Etappen steht das leichtere Litening Air zur Verfügung. Im Zeitfahren wird das Aerium eingesetzt.

Die Mannschaft fährt Shimano Dura Ace, Newmen Laufräder und Continental Reifen.

Caja Rural Seguros RGA und das MMR Aelion

Caja Rural ist 2026 mit einem eher seltenen Rennrad im Rampenlicht der Tour. Die spanische Mannschaft fährt das MMR Aelion SLR.

Das Aelion verbindet geringes Gewicht und aerodynamische Eigenschaften. Shimano Dura Ace und Vision Laufräder bilden den technischen Unterbau. Für das Zeitfahren wird ein MMR beziehungsweise ein entsprechend angepasstes Zeitfahrrad eingesetzt.

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Die Frauen: Das Material der besten Rennfahrerinnen der Welt

Auch im Frauenradsport ist die technische Entwicklung inzwischen enorm. Die 14 WorldTour Teams setzen 2026 auf eine vergleichbare technologische Vielfalt wie die Männer. Bei der Tour de France Femmes kamen insgesamt 21 Mannschaften zusammen, darunter sieben Pro Teams.

Auffällig ist die stärkere Verbreitung von Specialized, Canyon und Trek. Gleichzeitig finden sich mit Factor, X Lab, Winspace und Ridley auch Hersteller, die im Frauenpeloton eine interessante Bühne für ihre Rennräder gefunden haben.

AG Insurance Soudal und das Specialized Tarmac SL9

AG Insurance Soudal fährt das neue Specialized S Works Tarmac SL9. Für Zeitfahren steht das Shiv zur Verfügung.

Die Ausstattung ist nahezu vollständig auf Specialized abgestimmt. Roval liefert Laufräder und Cockpit, Shimano Dura Ace die Schaltgruppe und Specialized die Reifen.

Das Tarmac SL9 zeigt besonders deutlich, wie stark Specialized die Grenzen zwischen Kletterrad und Aero Rennrad auflöst.

Canyon SRAM und das Canyon Aeroad CFR

Canyon SRAM setzt auf das Aeroad CFR. Ergänzt wird es durch das Ultimate CFR und das Speedmax für Zeitfahren.

Die Mannschaft fährt SRAM Red AXS, Zipp Laufräder und Schwalbe Reifen. Besonders auffällig ist, dass das Team das Aeroad trotz der vorhandenen leichteren Modelle sehr häufig nutzt.

Das Aeroad erhielt eine kleine Weiterentwicklung und ist inzwischen mit UDH Kompatibilität ausgestattet.

Cofidis Women und das Look 795 Blade RS 3

Auch das Frauenteam von Cofidis fährt das neue Look 795 Blade RS 3. Für Zeitfahren steht das 796 TT zur Verfügung.

Cofidis ist damit auch im Frauenpeloton die einzige Mannschaft mit Campagnolo. Die Super Record 13 Schaltgruppe und Bora Ultra WTO Laufräder ergeben ein ausgesprochen klassisches italienisches Gesamtpaket.

EF Education Oatly und das Cannondale SuperSix Evo

EF Education Oatly fährt das neue Cannondale SuperSix Evo 5. Im Zeitfahren kommt das SuperSlice zum Einsatz.

Das neue SuperSix Evo wurde niedriger und schmaler konstruiert. Cannondale entwickelte dazu ein neues integriertes Cockpit. SRAM Red AXS und Vision Metron RS Laufräder ergänzen das Rahmenkonzept.

Weltmeisterin Magdeleine Vallieres fuhr bei der Tour zudem eine individuell lackierte Version ihres SuperSix Evo.

FDJ United Suez und das Specialized Tarmac SL9

Demi Vollering fährt 2026 auf dem Specialized Tarmac SL9. Auch FDJ United Suez nutzt das neue Modell und kombiniert es mit Shimano Dura Ace und Roval Laufrädern.

Damit ähnelt das technische Paket stark dem von AG Insurance Soudal. Der Unterschied liegt vor allem in den Sponsoren und der individuellen Abstimmung der Fahrerinnen.

Fenix Premier Tech und das Canyon Aeroad CFR

Fenix Premier Tech setzt ebenfalls auf Canyon. Das Aeroad CFR ist das zentrale Rennrad. Dazu kommen das Ultimate CFR und das Speedmax.

Der entscheidende Unterschied zu Canyon SRAM liegt in der Schaltgruppe. Fenix fährt Shimano Dura Ace. Dazu kommen Shimano Laufräder und Pirelli Reifen.

Human Powered Health und das Factor Ostro VAM

Human Powered Health verfügt über einen der auffälligsten Fuhrparks im Frauenpeloton. Das Team fährt Factor Ostro VAM und O2 VAM.

Das Ostro ist die aerodynamische Rennmaschine, während das O2 VAM stärker auf geringes Gewicht ausgelegt ist. SRAM Red AXS, Black Inc Laufräder und Vittoria Reifen ergänzen das Paket.

Besonders spektakulär sind die Sonderlackierungen. Einige Fahrerinnen erhielten Factor Räder mit SpongeBob und Patrick Star Motiven. Aus einem nüchternen Arbeitsgerät wurde damit ein echtes Sammlerstück.

Laboral Kutxa und das X Lab AD9

Laboral Kutxa fährt das X Lab AD9. Das Rennrad wird mit Shimano Dura Ace, Branta Laufrädern und Vittoria Reifen ausgestattet.

Das AD9 ist aerodynamisch weniger radikal als manche Konkurrenzmodelle, bietet dafür aber ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht, Steifigkeit und Luftwiderstand.

Dass X Lab gleichzeitig bei den Männern und Frauen vertreten ist, macht das Modell besonders interessant.

Lidl Trek und das Trek Madone

Das Frauenteam von Lidl Trek fährt überwiegend das Trek Madone. Ergänzend stehen Domane und Speed Concept zur Verfügung.

Die Schaltgruppe stammt von SRAM. Bontrager liefert Laufräder und Komponenten, Pirelli die Reifen.

Das Madone ist auch hier die bevorzugte Wahl für schnelle Rennsituationen. Trek hat das Modell in den vergangenen Generationen leichter und aerodynamischer gemacht.

Liv AlUla Jayco und das Liv Langma

Liv ist die Frauenmarke von Giant und stellt mit dem Langma das wichtigste Rennrad des Teams.

Daneben gibt es das Enviliv Advanced Pro für besonders aerodynamische Einsätze und das Avow für Zeitfahren. Die Mannschaft fährt Shimano Dura Ace sowie Cadex Laufräder und Reifen.

Interessant ist, dass einige Fahrerinnen auch bei Liv mit Einfachübersetzungen und speziellen Aero Kettenblättern experimentieren.

Lotto Intermarché und das Orbea Orca Aero

Das Frauenteam von Lotto Intermarché fährt Orbea Orca und Orca Aero. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams ist die Auswahl zwischen einem leichteren und einem aerodynamischeren Modell hier noch deutlich sichtbar.

Die Mannschaft fährt Shimano Dura Ace, Oquo Laufräder und Vittoria Reifen. Das neue Orca Aero bietet eine Reifenfreiheit von bis zu 37 Millimetern.

Ma Petite Enterprise und das Factor One

Ma Petite Enterprise setzt ebenfalls auf Factor. Die Fahrerinnen können zwischen Monza, O2 VAM und One wählen.

Das O2 VAM ist das leichtere Modell, während das One stärker auf Aerodynamik ausgelegt ist. Einige Fahrerinnen erhielten ebenfalls individuell lackierte SpongeBob und Patrick Star Räder.

Die Schaltgruppe ist Shimano Dura Ace. Black Inc liefert die Laufräder und Hutchinson die Blackbird Race Reifen.

Mayenne Monbana Mypie und das Winspace SLC5

Eine der ungewöhnlichsten Maschinen im Peloton kommt von Winspace. Mayenne Monbana Mypie fährt das SLC5.

Das SLC5 ist vom Hersteller eigentlich als Allrounder eingeordnet. Gerade deshalb ist der Einsatz im Profiradsport interessant. Die Mannschaft kombiniert das Rad mit Shimano Dura Ace, Cybrei Kurbel und Kettenblättern sowie Lún Hyper Laufrädern.

Die Reifen stammen von Hutchinson.

Movistar und das Canyon Aeroad CFR

Movistar fährt auch bei den Frauen Canyon Aeroad CFR. Dazu kommen das Ultimate CF SLX und das Speedmax CFR.

SRAM Red AXS, Zipp Laufräder und Continental Reifen bilden die technische Basis. Besonders interessant ist die Zeitfahrmaschine von Marlen Reusser. Die Welt und Europameisterin im Zeitfahren verfügt über ein individuell lackiertes Canyon Speedmax.

St Michel und das Cannondale SuperSix Evo

St Michel setzt auf das Cannondale SuperSix Evo und SRAM Red AXS.

Während EF Education Oatly Vision Laufräder verwendet, fährt St Michel Mavic Cosmic und Comete. Bei den Reifen kommt Michelin zum Einsatz.

Damit entsteht ein vollständig französisch geprägtes Laufrad und Reifenpaket rund um den amerikanischen Rahmen.

Picnic PostNL und das Lapierre Xelius DRS

Das Frauenteam von Picnic PostNL fährt ebenfalls das Lapierre Xelius DRS. Im Zeitfahren kommt das Aerostorm DRS zum Einsatz.

Shimano Dura Ace, Ursus Laufräder und Prologo Sättel bilden das technische Grundgerüst. Bei den Zeitfahrmaschinen wurden teilweise sogar andere Reifen eingesetzt, deren Markierungen unkenntlich gemacht wurden.

SD Worx Protime und das Specialized Tarmac SL9

Lotte Kopecky fährt 2026 das Specialized Tarmac SL9. Das Team nutzt SRAM Red AXS und Roval Laufräder.

Interessant ist die Entscheidung für SRAM, denn SD Worx ist damit das einzige der Specialized Teams in der Frauen WorldTour, das SRAM statt Shimano verwendet.

Kopecky war zudem mit einem komplett schwarzen Tarmac SL9 unterwegs. Das Fahrrad wirkt dadurch fast wie ein Prototyp und unterstreicht den zunehmend minimalistischen Auftritt der Profiräder.

UAE Team ADQ und das Colnago Y1Rs

UAE Team ADQ fährt Colnago. Die Fahrerinnen können zwischen Y1Rs und V5Rs wählen. Für Zeitfahren kommt das TT2 zum Einsatz.

Damit fährt auch im Frauenpeloton ein Team das gleiche radikale Aero Konzept wie Tadej Pogačar. Shimano Dura Ace und Enve Laufräder bilden die technische Basis.

Das neue TT2 soll gegenüber seinem Vorgänger ungefähr ein halbes Kilogramm leichter geworden sein.

Uno X Mobility und das Ridley Noah Fast 3.0

Das Frauenteam von Uno X fährt das Ridley Noah Fast 3.0.

Das Modell ist konsequent auf Aerodynamik ausgelegt und wird mit SRAM Red AXS, DT Swiss ARC 1100 Laufrädern und Continental Reifen gefahren. Je nach Strecke kommt eine Zweifach oder Einfachübersetzung zum Einsatz.

Besonders interessant sind die Continental Aero 111 Reifen, die das Team unter bestimmten Bedingungen verwendet.

Visma Lease a Bike und das Cervélo S5

Pauline Ferrand Prévot fährt 2026 Cervélo. Das Team kann zwischen S5, R5 und Caledonia wählen. Im Zeitfahren steht das P5 zur Verfügung.

Die S5 ist die bevorzugte Rennmaschine, während das leichtere R5 vor allem an bergigen Tagen zum Einsatz kommt. SRAM Red AXS, Reserve Laufräder und Vittoria Reifen bilden das technische Paket.

Gerade Ferrand Prévot zeigt, wie sinnvoll die Kombination aus Aero Rennrad und leichtem Kletterrad für eine Rundfahrtspezialistin sein kann.

VolkerWessels und das Specialized Tarmac SL8

VolkerWessels fährt weiterhin das Specialized S Works Tarmac SL8. Damit ist das Team eine der wenigen Mannschaften bei der Tour de France Femmes, die noch nicht auf das neue SL9 gewechselt hat.

Die Schaltgruppe stammt von Shimano, die Laufräder kommen von Fast Forward und die Reifen von Schwalbe.

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Was die Räder der Profis über den Radsport 2026 verraten

Wer die Fahrräder der Saison 2026 nebeneinanderstellt, erkennt einen deutlichen Wandel. Das klassische Kletterrad verschwindet zunehmend. An seine Stelle tritt ein Allround Rennrad, das aerodynamisch genug für flache Etappen und leicht genug für die Berge ist.

Der zweite große Trend ist die wachsende Bedeutung von SRAM. Im Männerpeloton treten SRAM Red AXS und Shimano Dura Ace inzwischen nahezu auf Augenhöhe gegeneinander an. Bei der Tour de France 2026 waren zehn Mannschaften mit SRAM unterwegs, während zwölf Shimano einsetzten. Cofidis blieb mit Campagnolo als einzige Ausnahme.

Bei den Frauen ist die Situation noch ausgeglichener. In der WorldTour kommen Shimano und SRAM jeweils auf sieben Mannschaften. Campagnolo ist dort nicht vertreten, während es bei Cofidis im erweiterten Tour Peloton dennoch auftaucht.

Der dritte Trend betrifft die Reifen. 30 Millimeter breite Reifen sind im Profisport längst keine Kuriosität mehr. Sie können auf realen Straßen einen besseren Kompromiss aus Rollwiderstand, Komfort und Kontrolle bieten. Gleichzeitig erlauben moderne Rahmen und Laufräder immer breitere Reifen, ohne dass die Aerodynamik zwangsläufig schlechter wird.

Und dann ist da die Aerodynamik. Sie ist vom Spezialgebiet der Zeitfahrer zum Grundprinzip nahezu jedes Rennrades geworden. Das Colnago Y1Rs von Pogačar, das Cervélo S5 von Vingegaard, das Canyon Aeroad, das Specialized Tarmac SL9 und das Trek Madone verfolgen zwar unterschiedliche Konstruktionsansätze, aber dieselbe Idee. Der Fahrer soll möglichst wenig Energie dafür verschwenden, die Luft zu verdrängen.

Welches Profirennrad ist 2026 das interessanteste?

Eine objektive Nummer eins gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind Strecken, Fahrer und Einsatzbereiche. Das Colnago Y1Rs ist wahrscheinlich das radikalste Rennrad im Peloton. Das Cervélo S5 ist eines der konsequentesten Aero Konzepte. Das Specialized Tarmac SL9 steht für den aktuellen Allround Ansatz. Das Trek Madone zeigt, wie weit ein Hersteller die Trennung zwischen Aero und Kletterrad auflösen kann. Das Bianchi Specialissima RC wiederum zeigt, dass geringes Gewicht und Aerodynamik inzwischen zusammen gedacht werden. Das vielleicht interessanteste Rennrad ist deshalb nicht zwangsläufig das exotischste. Es ist dasjenige, das möglichst viele Rennsituationen abdeckt.

Genau darin liegt die eigentliche Geschichte der Rennräder des Jahres 2026. Die Profis fahren keine Fahrräder mehr, die nur für einen bestimmten Zweck optimiert wurden. Sie fahren hochintegrierte Systeme, die auf einer Bergetappe funktionieren, im Sprint schnell genug sind, im Zeitfahren möglichst wenig Luftwiderstand erzeugen und auf schlechten Straßen dennoch kontrollierbar bleiben. Das Rennrad der Zukunft sieht deshalb weniger nach einer Sammlung von Spezialisten aus und immer mehr nach einem einzigen Allrounder, der fast alles können soll.

Und vielleicht ist genau das die größte Veränderung im Profiradsport. Nicht die tiefere Felge. Nicht das neue Schaltwerk. Nicht das nächste Gramm, das aus einem Rahmen verschwindet. Sondern die Erkenntnis, dass Geschwindigkeit inzwischen aus dem Zusammenspiel vieler kleiner Entscheidungen entsteht. Am Ende fährt der Fahrer nicht auf einem Rahmen. Er fährt auf einem System. Die 2026er Tour de France hat diese Entwicklung besonders sichtbar gemacht. Alle 23 Männerteams setzten auf Carbonräder, und fast jedes Team hatte ein hochintegriertes Aero Rennrad als zentrale Rennmaschine.

Bei den Frauen ist die Entwicklung ähnlich. Die Tour de France Femmes zeigte mit 21 Mannschaften ein außergewöhnlich vielfältiges technisches Feld. Gleichzeitig setzte sich auch dort der Allrounder als dominierendes Konzept durch. Bei den neun Etappen der Frauen Tour gingen sechs der neun Siege an Specialized, zwei an Canyon und einer an Ridley. Das erfolgreichste Fahrrad war dabei das Specialized Tarmac SL9.

Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis für alle, die sich für Rennräder interessieren. Die Fahrräder der Profis sind 2026 nicht deshalb faszinierend, weil sie teuer sind. Sie sind faszinierend, weil an ihnen sichtbar wird, wohin sich das Rennrad insgesamt entwickelt.

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Marcus Noack

Marcus lebt und atmet das Thema Fahrrad. Wenn er nicht gerade über die neuesten Trends, Technik-Highlights oder spannende Touren schreibt, sitzt er selbst im Sattel seines Cervélo S5 und sammelt Kilometer auf den schönsten Straßen und Anstiegen Europas.

Als leidenschaftlicher Rennradfahrer hat er bereits zweimal den legendären Ötztaler Radmarathon erfolgreich absolviert – eine der härtesten und renommiertesten Jedermann-Veranstaltungen im Radsport. Für ihn sind lange Anstiege, schnelle Abfahrten und anspruchsvolle Herausforderungen kein Hindernis, sondern genau der Grund, warum er das Radfahren liebt.

Immer auf der Suche nach der nächsten geilen Ausfahrt, neuen Strecken und unvergesslichen Fahrerlebnissen, bringt Marcus seine Erfahrungen direkt in seine Beiträge ein. Ob Rennrad, Bike-Technik, Ausrüstung oder Tourentipps – er schreibt aus der Perspektive eines echten Enthusiasten, der weiß, worauf es auf der Straße wirklich ankommt.

Sein Motto: Das beste Rad ist das, das gerade unterwegs ist.

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