Die besten Allround- und Adventure-Gravel-Bikes 2026

Bild: Canyon 440389-14_2-768dfb-original-1661776241.jpg

Bild: Canyon

Gravel ist erwachsen geworden. Was einmal als Mischung aus Rennrad, Crosser und Mountainbike belächelt wurde, ist inzwischen eine eigene Fahrradwelt – mit Race-Gravelbikes für maximale Geschwindigkeit, Adventure-Bikes für lange Touren und Allroundern, die möglichst viele Disziplinen unter einen Hut bekommen. Gerade die Allround- und Adventure-Gravelbikes sind dabei besonders interessant. Sie wollen nicht unbedingt das schnellste Rad im Feld sein. Sie wollen das Rad sein, das man am Samstagmorgen aus der Garage holt, ohne vorher lange darüber nachzudenken, wohin die Tour eigentlich geht.

Asphalt? Klar.
Schotter? Erst recht.
Waldweg? Kein Problem.
100 Kilometer? Gerne.
Bikepacking-Wochenende? Wenn die Taschen passen, los.

2026 ist die Auswahl größer denn je. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen den Kategorien. Vom sportlichen Gravelbike bis zum komfortablen Adventure-Boliden mit 50 Millimetern und mehr Reifenfreiheit gibt es mittlerweile alles.

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Was ist ein Allround-Gravelbike?

Ein Allround-Gravelbike ist der Versuch, aus einem Fahrrad möglichst wenig Kompromisse herauszuholen. Es soll schnell genug auf der Straße sein, gleichzeitig aber auf losem Untergrund nicht nervös werden. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht radikal. Die Reifen sind breit genug für Schotter, aber noch nicht so breit, dass Asphalt zur lästigen Verbindungsetappe wird. Typisch sind 40 bis 50 Millimeter Reifenbreite, ein 700C-Laufradsatz und eine Übersetzung, mit der sich sowohl schnelle Asphaltpassagen als auch lange Anstiege bewältigen lassen. Ein gutes Allround-Gravelbike ist deshalb nicht einfach ein „langsames Rennrad mit dicken Reifen“. Es ist ein eigenständiges Konzept.

Und was ist ein Adventure-Gravelbike?

Beim Adventure Gravel verschiebt sich die Priorität. Komfort, Stabilität, Reifenfreiheit und Gepäckmöglichkeiten werden wichtiger als das letzte Watt. Die Bikes besitzen häufig zahlreiche Befestigungspunkte für Flaschen, Oberrohrtaschen, Schutzbleche oder Gepäckträger. Dazu kommen größere Reifen, eine etwas laufruhigere Geometrie und oft eine besonders komfortable Rahmenkonstruktion. Das bedeutet nicht, dass solche Räder langsam sind. Im Gegenteil: Moderne Adventure-Gravelbikes können auf der Straße erstaunlich effizient rollen. Aber sie fühlen sich dort nicht unbedingt so unmittelbar an wie ein Race-Gravelbike. Das zeigt auch die aktuelle Entwicklung. Selbst Hersteller bringen 2026 Modelle auf den Markt, die bewusst zwischen Race und Adventure unterscheiden. Van Rysel etwa positioniert den neuen RCR-G klar als Race-Gravelbike, während das EDR-G auf lange Strecken, Stabilität und Gepäck ausgelegt ist.

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Die besten Allround- und Adventure-Gravelbikes 2026

Eine objektive Nummer eins gibt es nicht. Das beste Gravelbike für einen Fahrer, der jeden Sonntag 120 Kilometer über Asphalt und feinen Schotter fährt, ist ein anderes als das beste Gravelbike für eine zweiwöchige Bikepacking-Tour. Unsere Auswahl konzentriert sich deshalb auf Räder, die besonders viel können und dabei nicht in eine extreme Richtung entwickelt wurden.

Bild: Canyon

Canyon Grizl – der vielseitigste Allrounder

Das Canyon Grizl ist 2026 eines der überzeugendsten Konzepte für alle, die sich nicht zwischen Gravel, Adventure und Bikepacking entscheiden wollen. Schon die Modellpalette zeigt, wohin die Reise geht. Das Grizl 7 ESC kommt mit 45-mm-Reifen, Shimano GRX 1×12 und einem Aluminiumrahmen. In einem aktuellen Gravel-Vergleichstest wurde es für seine Kombination aus Laufruhe, Komfort, Kontrolle und Preis-Leistung ausdrücklich als Kauftipp ausgezeichnet. Seine Stärke liegt vor allem dann auf dem Trail, wenn der Untergrund schlechter wird. Das Grizl bleibt berechenbar und vermittelt auch auf losem Schotter viel Sicherheit. Gleichzeitig sorgen die zahlreichen Montagepunkte dafür, dass es sich problemlos zum Bikepacking-Begleiter erweitern lässt.

Für wen?
Für Fahrer, die ein Gravelbike für nahezu alles suchen: Feierabendrunde, lange Tour, Waldwege, Alpenüberquerung oder Bikepacking.

Charakter: vielseitig, komfortabel, geländetauglich.

Besonders interessant: das Grizl 7 ESC für preisbewusste Käufer. Mit rund 2.000 Euro ist es eines der interessantesten Preis-Leistungs-Angebote der Saison.

Bild: Specialized Diverge 4 Expert

Specialized Diverge – der Klassiker für Straße und Schotter

Das Specialized Diverge gehört zu den Gravelbikes, die das Segment über Jahre mitgeprägt haben. 2026 wurde das Konzept weiterentwickelt und bleibt seinem Grundgedanken treu: möglichst viele Einsatzbereiche mit einem Rad abzudecken. Die aktuelle Generation kombiniert Allround-Eigenschaften mit deutlichem Adventure-Potenzial. Dazu kommen Lösungen für Stauraum und Komfort, die das Diverge auch für lange Touren interessant machen. GRAN FONDO beschreibt die 2026er Version als solides Allround-Gravelbike mit ernsthaften Adventure-Qualitäten.

Interessant ist das Diverge vor allem für Fahrer, die nicht permanent im tiefsten Gelände unterwegs sind. Auf Asphalt fühlt es sich deutlich weniger nach Expeditionsfahrzeug an als manche sehr breit bereiften Adventure-Gravelbikes.

Für wen?
Für Allrounder, die regelmäßig zwischen Asphalt und Schotter wechseln.

Charakter: ausgewogen, komfortabel, vielseitig.

Bild: ROSE

ROSE Backroad – der komfortable Kilometerfresser

Das ROSE Backroad ist weniger Gravel-Rennmaschine als Langstreckenpartner. In der aktuellen Version kommt es mit 45-mm-Reifen und einer auf Komfort und Stabilität ausgelegten Abstimmung. Im großen Gravel-Test 2026 fiel das Carbon-Backroad vor allem durch sein gutmütiges Fahrverhalten und seine Eignung für lange Touren auf. Die 45-mm-Continental-Terra-Adventure-Reifen bringen viel Traktion und Dämpfung. Gleichzeitig ist das Rad mit rund 9,2 Kilogramm für ein Adventure-orientiertes Carbon-Gravelbike ordentlich leicht.

Der Preis dafür: Das Backroad fährt sich nicht ganz so spritzig wie ein sportlicheres Race-Gravelbike. Aber vielleicht ist genau das seine Stärke.

Wer morgens sechs Stunden fahren möchte, braucht nicht zwingend ein Fahrrad, das auf jedem Antritt nach vorne springt. Manchmal ist ein Rad angenehmer, das einfach ruhig und souverän Kilometer frisst.

Für wen?
Für Langstreckenfahrer, Bikepacker und alle, die Komfort höher gewichten als maximale Agilität.

Charakter: ruhig, komfortabel, ausdauernd.

Bild: TREK Checkpoint SL mit Carbonrahmen

Trek Checkpoint – der Adventure-Allrounder

Das Trek Checkpoint gehört ebenfalls zu den Gravelbikes, die deutlich über das klassische „Rennrad mit breiteren Reifen“-Konzept hinausgehen. Die aktuelle SL-Version kombiniert eine sportliche Basis mit genügend Reifenfreiheit und Möglichkeiten für längere Touren. Im aktuellen Gravel-Bike-Vergleichstest wurde das Checkpoint SL 7 mit 42-mm-Reifen getestet; die Plattform bietet dabei bis zu 50 Millimeter Reifenfreiheit. Das macht das Checkpoint interessant für Fahrer, die ein Gravelbike suchen, das nicht nur am Wochenende, sondern auch auf längeren Reisen funktionieren soll.

Für wen?
Für Tourenfahrer, Bikepacker und Allrounder mit Hang zu langen Distanzen.

Charakter: stabil, vielseitig, tourentauglich.

Bild: Giant

Giant Revolt – der sportliche Allrounder

Das Giant Revolt sitzt etwas näher am sportlichen Ende des Gravel-Spektrums. Das ist interessant für Fahrer, die zwar gerne abseits des Asphalts unterwegs sind, aber auch auf der Straße Tempo machen wollen. Im aktuellen Gravel-Test tritt das Revolt Advanced Pro 0 mit 40-mm-Reifen, Carbonrahmen und 2×12-Antrieb an. Damit wird deutlich, wie sich ein Allround-Gravelbike von einem reinen Adventure-Bike unterscheidet: etwas weniger Reifen, etwas mehr Effizienz und eine sportlichere Ausrichtung.

Wer regelmäßig Straße, schnelle Schotterwege und lange Tagestouren kombiniert, findet hier einen sehr interessanten Mittelweg.

Für wen?
Für sportliche Allrounder und Rennradfahrer, die mehr Offroad-Freiheit wollen.

Charakter: schnell, sportlich, vielseitig.

Bild: ORBEA

Orbea Terra – das Gravelbike für lange Tage

Das Orbea Terra gehört zu den Gravelbikes, die besonders stark auf lange Touren und Adventure-Einsatz ausgerichtet sind. Bereits die aktuelle Generation wurde von Orbea ausdrücklich als „adventure-ready“ positioniert. Dazu gehören unter anderem Stauraumlösungen und eine Geometrie, die lange Tage im Sattel unterstützen soll. Das Terra ist damit interessant für alle, die sich beim Graveln nicht auf eine bestimmte Strecke festlegen möchten. Denn genau das ist inzwischen der eigentliche Reiz dieser Fahrradgattung: Man startet auf Asphalt, biegt irgendwann auf einen Feldweg ab und muss sich nicht fragen, ob das Rad dafür gebaut wurde.

Für wen?
Für Tourenfahrer, Bikepacker und Fahrer, die maximale Vielseitigkeit suchen.

Bild: Topstone Carbon 2 AXS SmartSense STVZO

Cannondale Topstone – wenn Komfort Priorität hat

Das Cannondale Topstone geht beim Thema Komfort einen eigenen Weg. Besonders die Varianten mit Lefty-Federgabel unterscheiden sich deutlich von klassischen Starrgabel-Gravelbikes. Im aktuellen Gravel-Vergleich wird das Topstone hinsichtlich seines Komforts sogar als Benchmark genannt. Das macht es interessant für Fahrer, die häufig auf ruppigem Schotter, schlechten Waldwegen und langen Offroad-Passagen unterwegs sind. Für reine Asphaltfahrer ist die zusätzliche Technik dagegen nicht unbedingt nötig.

Für wen?
Für Komfort-Fans und Fahrer, die regelmäßig auf schlechtem Untergrund unterwegs sind.

Charakter: komfortabel, kontrolliert, geländefreudig.

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Was muss ein gutes Allround-Gravelbike 2026 können?

Die wichtigste Erkenntnis aus den aktuellen Gravelbikes lautet: Reifenfreiheit ist wichtiger als das Gewicht auf dem Papier. Ein 8,5-Kilo-Gravelbike mit 40-mm-Reifen kann auf schlechtem Untergrund weniger Freude machen als ein 9,5-Kilo-Bike mit 50-mm-Reifen und einer komfortablen Geometrie.

Für ein echtes Allround-Gravelbike würde ich 2026 deshalb auf folgende Punkte achten:

Reifenfreiheit: 45 mm sind ein guter Sweet Spot

Wer überwiegend Asphalt und feinen Schotter fährt, kommt mit 40 bis 45 Millimetern sehr weit.

Wer auch auf grobem Schotter, Waldwegen und schlechten Pisten unterwegs ist, sollte mindestens 45 bis 50 Millimeter Reifenfreiheit einplanen.

Moderne Adventure-Gravelbikes gehen teilweise noch deutlich weiter. Das Canyon Grizl bietet beispielsweise bis zu 54 Millimeter Reifenfreiheit.

Mehr Reifenbreite bedeutet nicht automatisch mehr Geschwindigkeit. Aber sie kann auf losem und ruppigem Untergrund deutlich mehr Kontrolle, Grip und Komfort bringen.

1x oder 2x beim Gravelbike?

Eine der großen Fragen beim Gravelbike-Kauf lautet weiterhin: Shimano GRX 1x oder 2x? SRAM XPLR oder klassische Zweifachkurbel? Die Antwort hängt vom Einsatz ab.

1×12 oder 1×13

Einfacher Aufbau, weniger Komponenten und eine sehr intuitive Bedienung.

Ideal für:

  • anspruchsvolles Gelände
  • Bikepacking
  • technische Gravelstrecken
  • Fahrer, die Einfachheit bevorzugen

2×12

Das Zweifach-System bietet feinere Gangsprünge und einen größeren nutzbaren Übersetzungsbereich.

Das ist besonders interessant, wenn man:

  • viel Asphalt fährt
  • lange Abfahrten schnell fahren möchte
  • häufig zwischen Straße und Gravel wechselt
  • auch bei hohen Geschwindigkeiten kleine Gangsprünge bevorzugt

Für einen Allrounder mit hohem Straßenanteil würde ich 2x weiterhin nicht abschreiben.

700C oder 650B?

Auch bei den Laufrädern gibt es nicht die eine richtige Antwort. 700C ist für die meisten Allround-Gravelbikes die beste Wahl. Große Laufräder rollen effizient, überrollen Hindernisse gut und funktionieren mit einer riesigen Auswahl an Reifen. 650B kann dagegen interessant werden, wenn maximale Reifenbreite, Komfort und Wendigkeit gefragt sind – insbesondere bei kleineren Rahmen oder sehr geländelastigen Adventure-Gravelbikes.

Für den klassischen Allrounder gilt deshalb:

700C + 45-mm-Reifen = verdammt guter Ausgangspunkt.

Carbon oder Aluminium?

Die alte Diskussion „Carbon ist besser als Aluminium“ führt beim Gravelbike nicht besonders weit. Carbon ermöglicht leichte Rahmen und lässt sich sehr gezielt auf Steifigkeit und Komfort trimmen. Das ist bei langen Touren angenehm. Aluminium bietet dagegen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gerade beim Gravelbike ist ein gutes Alu-Rad mit vernünftigen Laufrädern und Reifen oft die bessere Investition als ein teurer Carbonrahmen mit mittelmäßiger Ausstattung.

Das zeigt aktuell beispielsweise das Canyon Grizl 7 ESC. Mit rund 2.000 Euro und 10,52 Kilogramm liegt es deutlich unter vielen Carbon-Gravelbikes und wurde im aktuellen Test trotzdem für sein Fahrverhalten und seine Ausstattung gelobt.

Wie viel kostet ein gutes Gravelbike 2026?

Die Zeiten, in denen man für ein ordentliches Gravelbike zwingend 3.000 oder 4.000 Euro ausgeben musste, sind vorbei.

Unter 2.000 Euro

Hier bekommt man inzwischen bereits ernst zu nehmende Gravelbikes. Abstriche gibt es meist beim Gewicht, bei den Laufrädern oder bei der Schaltgruppe.

2.000 bis 3.000 Euro

Das ist aus meiner Sicht der Sweet Spot für viele Käufer. Aluminium oder günstiger Carbonrahmen, hydraulische Scheibenbremsen, Shimano GRX oder vergleichbare Gruppen und ordentliche Laufräder sind hier realistisch.

Das Canyon Grizl 7 ESC liegt beispielsweise bei 1.999 Euro. Das ROSE Backroad AL wird im aktuellen Testfeld mit 2.500 Euro geführt.

3.000 bis 5.000 Euro

Hier beginnt die interessante Carbonklasse. Gewicht, Komfort und Ausstattung werden besser. Gleichzeitig steigen die Preise für elektronische Schaltungen und Carbonlaufräder deutlich.

Ab 5.000 Euro

Jetzt geht es zunehmend um Details: Gewicht, Laufräder, elektronische Schaltung, Carbon-Cockpit, integrierte Lösungen und hochwertige Rahmen. Schneller wird das Rad dadurch nicht automatisch.

Was ist das beste Gravelbike für Einsteiger?

Für Gravel-Einsteiger würde ich kein extremes Race-Gravelbike und auch kein maximal geländegängiges Adventure-Bike kaufen.

Der bessere Einstieg ist ein ausgewogenes Allround-Gravelbike mit:

  • 40–45-mm-Reifen
  • 700C-Laufrädern
  • hydraulischen Scheibenbremsen
  • 1×12 oder 2×12
  • möglichst vielen Montagepunkten
  • entspannter, aber nicht zu aufrechter Sitzposition

Ein solches Rad lässt später fast alle Möglichkeiten offen. Genau deshalb ist das Canyon Grizl 7 ESC aktuell so interessant: Es verbindet einen vergleichsweise günstigen Preis mit einer Ausstattung und Geometrie, die deutlich über das typische Einsteiger-Gravelbike hinausgehen.

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Welches Gravelbike für Bikepacking?

Wer mit dem Gravelbike mehrere Tage unterwegs sein möchte, sollte nicht zuerst auf das Gewicht schauen.

Wichtiger sind:

Reifenfreiheit, Befestigungspunkte, Übersetzung, Komfort und Stauraum.

Ein gutes Bikepacking-Gravelbike sollte Gepäcktaschen aufnehmen können, ohne dass sich das Fahrverhalten komplett verändert. Gleichzeitig sollte es auch unbeladen noch Spaß machen. Hier spielen Canyon Grizl, ROSE Backroad, Trek Checkpoint und Orbea Terra ihre Stärken aus. Das ROSE Backroad beispielsweise wird im aktuellen Test ausdrücklich als sehr stabiler Begleiter für lange Touren und Fahrten mit Bikepacking-Gepäck beschrieben.

Welches Gravelbike fährt sich am besten auf der Straße?

Hier kommt es auf die Prioritäten an. Wer 80 Prozent Asphalt und 20 Prozent Gravel fährt, sollte eher zu einem sportlichen Allrounder greifen. 40-mm-Reifen, 2x-Antrieb und eine etwas sportlichere Geometrie passen dann besser als ein Adventure-Bike mit 50 oder 55 Millimetern Reifen.

Wer dagegen regelmäßig auf grobem Schotter unterwegs ist, sollte den zusätzlichen Rollwiderstand breiterer Reifen nicht überbewerten. Denn auf schlechtem Untergrund kann ein breiter Reifen trotz seines höheren Gewichts schneller und vor allem deutlich komfortabler sein. Das ist einer der Gründe, warum die Grenzen zwischen Road, Allroad und Gravel inzwischen immer stärker verschwimmen.

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Gravelbike kaufen: Darauf kommt es wirklich an

Am Ende ist die Frage nicht:

„Welches ist das beste Gravelbike 2026?“

Sondern:

„Welches Gravelbike passt zu meiner Art zu fahren?“

Wer schnell fahren möchte, braucht ein anderes Rad als jemand, der mit Zelt und Kocher durch die Alpen fährt. Und wer nur ein Fahrrad für alles sucht, sollte sich nicht von der aktuellen Jagd nach immer leichteren Carbonrahmen und immer ausgefeilteren Aero-Lösungen verrückt machen lassen.

Ein gutes Allround-Gravelbike muss vor allem eines können: Es darf keine Angst vor der nächsten Abzweigung haben. Genau darin liegt die eigentliche Stärke dieser Fahrradgattung.

Der aktuelle Markt zeigt, dass Gravel 2026 längst nicht mehr nur eine Kategorie zwischen Rennrad und Mountainbike ist. Die Entwicklung geht vielmehr in mehrere Richtungen – von extrem schnellen Race-Bikes bis zu Adventure-Bikes für mehrtägige Touren. Für die meisten Fahrer bleibt aber die Mitte am spannendsten: ein schnelles, komfortables Gravelbike mit 45 bis 50 Millimetern Reifenfreiheit, vernünftiger Übersetzung und genügend Reserven für alles, was hinter der nächsten Kurve wartet. Und genau dort liegt 2026 die eigentliche Stärke der besten Allround- und Adventure-Gravelbikes.

Redaktionelle Einordnung: Die Modellbewertung oben ist eine redaktionelle Kaufberatung auf Basis aktueller Modellinformationen und verfügbarer Vergleichstests 2026; sie ist kein eigener Velodeals-Labortest. Gerade bei Preisen und Ausstattungen können sich Modelljahr, Konfiguration und Händlerangebote ändern.

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Marcus Noack

Marcus lebt und atmet das Thema Fahrrad. Wenn er nicht gerade über die neuesten Trends, Technik-Highlights oder spannende Touren schreibt, sitzt er selbst im Sattel seines Cervélo S5 und sammelt Kilometer auf den schönsten Straßen und Anstiegen Europas.

Als leidenschaftlicher Rennradfahrer hat er bereits zweimal den legendären Ötztaler Radmarathon erfolgreich absolviert – eine der härtesten und renommiertesten Jedermann-Veranstaltungen im Radsport. Für ihn sind lange Anstiege, schnelle Abfahrten und anspruchsvolle Herausforderungen kein Hindernis, sondern genau der Grund, warum er das Radfahren liebt.

Immer auf der Suche nach der nächsten geilen Ausfahrt, neuen Strecken und unvergesslichen Fahrerlebnissen, bringt Marcus seine Erfahrungen direkt in seine Beiträge ein. Ob Rennrad, Bike-Technik, Ausrüstung oder Tourentipps – er schreibt aus der Perspektive eines echten Enthusiasten, der weiß, worauf es auf der Straße wirklich ankommt.

Sein Motto: Das beste Rad ist das, das gerade unterwegs ist.

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