Ein Rennrad aus Berlin, ein Rahmen aus Italien und dazwischen eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ein Fahrrad sitzen soll: Pasculli gehört zu den wenigen deutschen Fahrradmarken, die den klassischen Maßrahmenbau mit aktuellen Carbonrädern, elektronischen Schaltungen und modernen Gravel-Konzepten verbinden. Die Berliner Marke verkauft heute nicht nur individuell gefertigte Rennräder. Im Programm stehen ebenso Konfektionsmodelle, Aero-Rennräder, Carbon-Gravelbikes, ein Stahl-Allroadbike und ein Aluminium-Commuter. Fast alle Modelle können in maßkonfektionierten Größen bestellt werden; wer eine individuelle Geometrie benötigt, kann einen eigenen Maßrahmen anfertigen lassen. Das macht Pasculli für eine bestimmte Gruppe von Rennrad- und Gravel-Fahrern interessant: für Menschen, denen ein Fahrrad von der Stange nicht weit genug geht, die aber trotzdem nicht zwangsläufig einen komplett individuellen Rahmen benötigen. Die aktuelle Modellpalette umfasst zehn Baureihen. Bei den Rennrädern sind es Altissimo, Mercatello, Bagnolo, Tomarlo, Cremona und Pradello. Im Bereich Gravel und Allroad kommen Altissimo, Mercatello, Bagnolo, Tomarlo, Lisore, Angelone, PIONE und PAS-01 hinzu.
Produkte nach Marke
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Pasculli Bagnolo RIM XCr
4.750,00 € -
Pasculli Cremona ACR
Ursprünglicher Preis war: 6.490,00 €3.990,00 €Aktueller Preis ist: 3.990,00 €. -
Pasculli Lisore ACR
Ursprünglicher Preis war: 7.049,00 €5.990,00 €Aktueller Preis ist: 5.990,00 €. -
Pasculli Lisore Gravel
Ursprünglicher Preis war: 5.490,00 €3.990,00 €Aktueller Preis ist: 3.990,00 €. -
Pasculli PAS-01
Ursprünglicher Preis war: 3.600,00 €3.190,00 €Aktueller Preis ist: 3.190,00 €. -
Pasculli Pradello
Ursprünglicher Preis war: 4.990,00 €2.990,00 €Aktueller Preis ist: 2.990,00 €. -
Pasculli Pradello DB
2.990,00 €
Pasculli: Wie alles begann
Die Geschichte beginnt nicht in Berlin, sondern im italienischen Apennin. Christoph Hartmann und Maik Kresse waren 2005 in Italien unterwegs. Die beiden diskutierten dort über Rennradrahmen und darüber, dass viele Hersteller ihre Rahmengrößen zunehmend auf ein überschaubares Raster von S bis XL reduziert hatten. Die Frage war für sie nicht nur eine theoretische. Wenn Menschen sehr unterschiedliche Körperproportionen haben, kann ein identisches Verhältnis von Oberrohr, Sitzrohr und Steuerrohr eben nicht für jeden gleichermaßen funktionieren. Aus dieser Diskussion entstand der Satz: „Lasst es uns anders versuchen.“ Noch während des Aufenthalts in Italien fanden Hartmann und Kresse ihren ersten Rahmenbauer, Francesco. Zurück in Berlin erhielten sie Unterstützung aus ihrem Freundeskreis. 2006 gründeten sie schließlich Pasculli.
Der Name stammt aus der klassischen Musik. Christoph Hartmann ist Oboist bei den Berliner Philharmonikern. Namensgeber wurde Antonio Pasculli, ein italienischer Oboist des 19. Jahrhunderts, der als besonders virtuoser Musiker bekannt wurde. Maik Kresse ist Geschäftsführer der Bikeline GmbH, zu der die Berliner Pasculli-Manufaktur gehört. Die Verbindung aus Musik, italienischer Handwerkskultur und Fahrrad ist bei Pasculli deshalb keine nachträglich erfundene Markengeschichte. Sie gehört tatsächlich zur Entstehung des Unternehmens.
Was macht ein Pasculli anders?
Die zentrale Idee lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Fahrrad soll zum Fahrer passen. Das ist zunächst nichts Besonderes. Auch große Fahrradhersteller beschäftigen sich mit Ergonomie und Sitzposition. Pasculli geht allerdings einen Schritt weiter und macht die Geometrie selbst zum Teil des Produkts. Bei einem neuen Fahrradprojekt werden verschiedene Körpermaße erfasst. Pasculli bestimmt daraus zunächst die passende Rahmengröße und Geometrie. Anschließend wird geprüft, ob eine vorhandene KomPas-Geometrie passt oder ob ein individueller Maßrahmen sinnvoll ist. Damit ist ein Maßrahmen bei Pasculli nicht automatisch die erste Wahl. Das Unternehmen unterscheidet zwischen Konfektion, Maßkonfektion und dem vollständig individuellen Maßrahmen. Bei einem Konfektionsrahmen sind Größe und Geometrie vorgegeben. Bei der Maßanfertigung wird die Geometrie nach den individuellen Körpermaßen entwickelt. Farbe und Ausstattung können in beiden Fällen konfiguriert werden, beim Maßrahmen kommen zusätzlich individuelle Designmöglichkeiten hinzu. Auf der aktuellen Fahrradübersicht schreibt Pasculli, dass bei fast allen Modellen maßkonfektionierte Rahmengrößen von XS bis XXL gewählt werden können. Alternativ kann ein individuelles Fahrrad auf Basis der persönlichen Maße angefragt werden.
Was sind die KomPas-Geometrien?
Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte KomPas-Geometrie. Pasculli entwickelt diese Geometrien seit 2017 gemeinsam mit Bikefitting-Experten von KOMSport. Grundlage sind nach Angaben des Unternehmens die Erfahrungen aus mehr als 15 Jahren Maßfertigung. Ziel ist eine kompakte, komfortable und effiziente Sitzposition. Bei den Rennrädern arbeitet Pasculli mit vergleichsweise kurzen Oberrohren und einer definierten Vorbaulänge zwischen 90 und 110 Millimetern. Die Idee dahinter ist eine Position, bei der der Fahrer weder unnötig gestreckt noch stark zusammengefaltet auf dem Rad sitzt. Ob diese Sitzposition tatsächlich optimal ist, lässt sich allerdings nicht allein aus einer Geometrietabelle ableiten. Körperproportionen, Beweglichkeit, Fahrstil und persönliche Vorlieben spielen eine Rolle. Genau deshalb beginnt die individuelle Fertigung bei Pasculli mit der Vermessung.
Wo werden Pasculli Fahrräder gebaut?
„Made in Germany“ wäre für Pasculli eine zu einfache Beschreibung. Die Entwicklung und das Produktdesign finden in Berlin statt. Individuelle Rahmen werden in Italien gefertigt. Pasculli setzt dabei auf die Tube-to-Tube-Technik: Die einzelnen Rohre werden entsprechend dem jeweiligen Projekt zugeschnitten und anschließend zum Rahmen aufgebaut. Das gilt für Rahmen aus Carbon ebenso wie für Aluminium, Stahl und Edelstahl. Anschließend werden die Rahmen von italienischen Lackierern veredelt. Die Fahrräder werden in Berlin von professionellen Fahrradmechanikern aufgebaut. Bei den Konfektions- beziehungsweise Monocoque-Modellen sieht die Sache anders aus. Pasculli arbeitet seit 2017 auch mit asiatischen Rahmenherstellern zusammen. Diese Modelle sind für Fahrer gedacht, die keinen individuell gefertigten Rahmen benötigen. Das Produktionsmodell von Pasculli ist also bewusst geteilt: Entwicklung, Beratung und Montage in Berlin, individuelle Rahmenfertigung in Italien und bei bestimmten Serienrahmen eine Fertigung in Asien.

Bild: Pasculli
Die aktuellen Pasculli Rennräder
Pasculli Altissimo: Carbon-Rennrad für lange Anstiege
Der Name Altissimo kommt vom Monte Altissimo di Nago oberhalb des Gardasees. Der Berg ist 2.078 Meter hoch und gehört zum Monte-Baldo-Massiv. Pasculli hat für das Modell einen passenden Ort gewählt: Das Altissimo ist als klassisches, sportliches Rennrad konzipiert. Beim aktuellen Altissimo Road handelt es sich um einen individuell gefertigten Carbonrahmen. Die Geometrie wird nicht nur an die Körpermaße angepasst. Pasculli berücksichtigt auch, wie das Fahrrad gefahren werden soll – etwa sportlich-direkt oder mit einer Ausrichtung auf längere Strecken. Die ACR-Integration führt die Leitungen vollständig durch Cockpit und Rahmen. Die aktuellen Beispielkonfigurationen beginnen bei 6.490 Euro mit SRAM Rival AXS. Mit Shimano 105 Di2 kostet das Altissimo 6.690 Euro, mit Ultegra Di2 8.690 Euro. Hochwertige Dura-Ace- und SRAM-Red-Aufbauten reichen bis 12.900 beziehungsweise 14.500 Euro. Das Frame Kit wird mit 4.990 Euro ausgewiesen. Das Altissimo gibt es außerdem als Altissimo All für Gravel und Allroad. Hier reicht die aktuelle Preisspanne der Beispielkonfigurationen von 6.490 Euro mit Rival AXS bis 13.990 Euro für Dura-Ace Di2 mit CADEX-Laufrädern.
Pasculli Mercatello: Das Aero-Rennrad
Das Mercatello ist die Aero-Ausprägung im Pasculli-Programm. Benannt ist es nach dem Passo Mercatello im italienischen Apennin, der 1989 Teil des Giro d’Italia war. Das Rennrad setzt auf einen maßgefertigten Carbonrahmen und eine integrierte ACR-Zugführung. Die aktuelle Modellseite nennt Beispielkonfigurationen mit Shimano Dura-Ace Di2 für 12.900 Euro, SRAM Red für 11.900 Euro und eine besonders aufwendig ausgestattete Red-Zipp-Version für 14.500 Euro. Das Frame Kit kostet 4.990 Euro. Spannender wird das Mercatello dort, wo es seine ursprüngliche Kategorie verlässt. Als Mercatello ACR All wird der Rahmen zum Allroad-Bike. Pasculli gibt eine Reifenfreiheit bis 40 Millimeter an. Mit 30 bis 32 Millimeter breiten Straßenreifen soll sich das Rad zugleich als schnelles Roadbike fahren lassen. Die aktuelle Dura-Ace-Konfiguration mit CADEX-Laufrädern wird mit 14.990 Euro angeboten. Das Mercatello ist damit eines der Modelle, an denen sich besonders gut ablesen lässt, wie stark Rennrad und Gravelbike inzwischen ineinandergreifen.
Pasculli Bagnolo: Stahl statt Carbon
Das Bagnolo fällt aus dem Rahmen – und zwar buchstäblich. Während ein großer Teil des aktuellen Pasculli-Programms aus Carbon besteht, setzt das Bagnolo auf Stahl. Der Passo Bagnolo bei Ponte dell’Olio in der Emilia-Romagna stand Pate für den Namen. Aktuell tritt das Modell vor allem als Bagnolo Allroad auf. Der Rahmen wird aus Columbus Spirit gefertigt und in Italien individuell aufgebaut. Schutzblechösen und eine Gepäckträgeraufnahme können vorgesehen werden. Im Juli 2026 stellte Pasculli eine besonders interessante Variante mit Campagnolo Super Record X 1×13 vor. Dazu kommen unter anderem Fulcrum-Sharq-42-Laufräder, 40-Millimeter-Schwalbe-G-One-R-Reifen und ein integriertes FSA-K-Force-ACR-Cockpit. Der Preis dieser konkreten Ausstattung liegt bei 8.990 Euro; das Maßrahmen-Kit wird in dieser Story ab 3.500 Euro genannt. Pasculli führt auf seiner Modellübersicht weiterhin auch ein Bagnolo Roadbike. Die aktuell sichtbare Modellseite listet jedoch vor allem die Allroad-Konfigurationen. Für eine Veröffentlichung sollte deshalb nicht behauptet werden, das Bagnolo sei derzeit in einer bestimmten Roadbike-Ausstattung erhältlich, wenn dafür auf der aktuellen Seite keine entsprechende Konfiguration angegeben ist.
Pasculli Tomarlo: Carbon für Straße und Gravel
Das Tomarlo ist nach dem Passo del Tomarlo im ligurischen Apennin benannt. Mit 1.486 Metern gehört er zu den hohen Pässen der Region; dreimal führte der Giro d’Italia über den Pass. Pasculli bietet das Modell sowohl als Tomarlo Road als auch als Tomarlo Gravel an. Beim Rennrad reicht die aktuelle Auswahl von 6.390 Euro mit SRAM Rival bis 13.500 Euro für eine Dura-Ace-Konfiguration mit power2max. Dazwischen liegen unter anderem Shimano 105 Di2 für 6.790 Euro, Ultegra Di2 für 8.690 Euro und SRAM Red für 11.500 Euro. Das Frame Kit kostet 4.490 Euro. Auch das Tomarlo Gravel ist als Carbonrad ausgelegt. Die Beispielpreise reichen von 6.690 Euro mit Shimano 105 Di2 beziehungsweise SRAM Rival AXS bis 13.500 Euro für die Dura-Ace-Version mit power2max. Das Tomarlo ist damit eines der konsequentesten Beispiele dafür, dass Pasculli nicht mehr strikt zwischen einem Rennrad und einem Gravelbike trennt. Derselbe Modellname steht für zwei unterschiedliche Einsatzbereiche.
Pasculli Cremona: Aero-Rennrad aus dem Konfektionsbereich
Das Cremona ist das zweite Aero-Rennrad der Marke – aber mit einem wichtigen Unterschied zum Mercatello. Der Carbonrahmen ist als Konfektionsrahmen ausgelegt. Pasculli bietet ihn mit definierten Größen und Geometrien an. Die Entwicklung stammt aus Berlin, der Rahmen wird nach Pascullis Vorgaben gefertigt, lackiert und anschließend in Berlin aufgebaut. Aktuell stehen mehrere Ausstattungen zur Auswahl. Ein Cremona SL ACR mit Shimano 105 Di2 oder SRAM Rival kostet laut Modellseite jeweils 4.990 Euro. SRAM Force wird mit 6.990 Euro angegeben, Ultegra Di2 mit 7.690 Euro. Die hochwertigsten Konfigurationen reichen bis 10.990 Euro. Auch bei den Angeboten ist das Cremona derzeit vertreten. Pasculli bietet unter anderem ein Cremona ACR mit SRAM Rival für 3.990 Euro statt 6.490 Euro an. Ein Cremona DB mit Shimano 105 ist für 2.490 Euro statt 4.790 Euro gelistet.
Pasculli Pradello: das komfortable Carbon-Rennrad
Das Pradello ist weniger auf Aero-Inszenierung als auf einen breiten Einsatzbereich ausgelegt. Pasculli beschreibt es als Carbon-Rennrad, das vom sportlichen Fahren bis zur längeren Tour reichen soll. Anders als bei einem individuellen Maßrahmen sind Geometrie und Rahmengrößen festgelegt. Es gibt fünf Größen von XS bis XL. Der Rahmen wird in Asien nach den Vorgaben von Pasculli gefertigt, anschließend in Italien lackiert und in Berlin montiert. Die aktuell ausgewiesene Beispielkonfiguration liegt bei 3.990 Euro. Im Sale wird das Pradello mit Shimano 105 derzeit für 2.990 Euro statt 4.990 Euro angeboten. Damit ist das Pradello eines der Modelle, bei denen sich Pasculli auch außerhalb des klassischen Maßrahmen-Segments bewegt.

Bild: Pasculli Bagnolo
Pasculli Gravel-Bikes und Allroad-Modelle
Altissimo All
Das Altissimo ist nicht auf Asphalt beschränkt. Als Altissimo All wird derselbe Grundgedanke in Richtung Gravel und Allroad erweitert. Der individuell gefertigte Carbonrahmen wird mit unterschiedlichen elektronischen Gruppen angeboten. Aktuell nennt Pasculli unter anderem Rival AXS für 6.490 Euro, Force AXS für 7.490 Euro, Ultegra Di2 für 7.990 Euro und Dura-Ace Di2 für 12.490 Euro. Die Dura-Ace-Version mit CADEX-Laufrädern kostet 13.990 Euro.
Mercatello ACR All
Das Mercatello ACR All ist die sportlichere Allroad-Variante. Pasculli beschreibt das Rad ausdrücklich für schnelle Gravel-Strecken und sogenannte Strade Bianche. Der Rahmen ist individuell gefertigt und nimmt Reifen bis 40 Millimeter auf. Gleichzeitig bleibt die Geometrie so straßenorientiert, dass 30- bis 32-Millimeter-Reifen eingesetzt werden können. Damit ist das Mercatello ACR All weniger ein klassisches Bikepacking-Gravelbike als ein schnelles Allroad-Rad für Fahrer, die zwischen Asphalt und feinem Schotter wechseln.
Bagnolo All
Das Bagnolo All verfolgt einen anderen Ansatz. Der Columbus-Spirit-Stahlrahmen wird individuell gefertigt. Schutzbleche und Gepäckträger lassen sich integrieren. Das Rad kann deshalb auch auf längeren Touren und im Alltag eingesetzt werden. Aktuell beginnen die auf der Modellseite genannten Beispielkonfigurationen bei 7.490 Euro mit SRAM Force AXS. Eine Shimano-GRX-Di2-Konfiguration wird mit 7.690 Euro genannt. Die hochwertigen Varianten mit GRX Di2 und Fulcrum Sharq beziehungsweise Campagnolo reichen bis 8.990 beziehungsweise 9.990 Euro.
Tomarlo Gravel
Das Tomarlo Gravel ist die sportliche Carbon-Variante innerhalb der Modellfamilie. Mit 105 Di2 und Rival AXS liegt der aktuelle Beispielpreis bei jeweils 6.690 Euro. Force AXS kostet 7.490 Euro, Ultegra Di2 7.690 Euro und SRAM Red XPLR 12.490 Euro. Das Maßrahmen-Kit wird mit 4.490 Euro angegeben. Wer beim Gravelbike eher Geschwindigkeit als maximale Zuladung sucht, dürfte hier eher fündig werden als beim Bagnolo.
Lisore: Carbon-Gravelbike aus dem Konfektionsprogramm
Das Lisore ist nach einem Ort im italienischen Apennin benannt. Es gehört zu den Carbon-Gravelbikes im Pasculli-Programm und wird als Konfektionsmodell angeboten. Die aktuelle Modellseite nennt ein Frame Kit für 2.490 Euro. Komplett aufgebaute Räder kosten mit Shimano 105 Di2 5.990 Euro, mit GRX Di2 ebenfalls 5.990 Euro und mit SRAM Force AXS 5.790 Euro. Ein Lisore mit Campagnolo Ekar ist aktuell für 3.990 Euro statt 5.490 Euro im Angebot. Das Lisore ist damit eines der Modelle, mit denen sich der Einstieg in die Pasculli-Gravelwelt vergleichsweise niedrig halten lässt.
Angelone: Aluminium für Straße, Schotter und Alltag
Das Angelone ist aus Aluminium gefertigt und wird individuell auf den Fahrer zugeschnitten. Pasculli nennt als mögliche Einsatzbereiche Pendeln, sportliche Straßenfahrten, Naturwege und Radreisen. Der Rahmen kann mit Schutzblechösen und einer Gepäckträgeraufnahme ausgestattet werden. Die aktuelle Beispielkonfiguration setzt auf SRAM Force AXS XPLR 1×13, einen 40er-Reifen und einen AX-Lightness-Laufradsatz. Der Preis beträgt 6.990 Euro. Das Angelone ist damit weniger auf eine einzelne Disziplin festgelegt. Es soll vor allem dann funktionieren, wenn der tägliche Arbeitsweg und die Wochenendtour nicht auf zwei verschiedene Fahrräder verteilt werden sollen.
PIONE: Carbon-Allroad
Das PIONE ist als Carbon-Allroadbike ausgelegt. Pasculli benennt es nach einem kleinen Ort im italienischen Apennin und positioniert es zwischen Straße und Gravel. Aktuell ist das Modell vor allem über die Angebotsseite interessant. Ein PIONE Frame Kit kostet 1.590 Euro statt 2.490 Euro. Ein Aufbau mit SRAM Rival AXS ist für 3.990 Euro statt 5.261 Euro erhältlich; die Shimano-105-DB-Version kostet 3.490 Euro statt 4.290 Euro.
PAS-01: Gravel-DNA für den Berliner Alltag
Das PAS-01 ist das am stärksten auf Alltag und Stadt zugeschnittene Modell im aktuellen Pasculli-Programm. Pasculli bezeichnet es als Aluminium-Commuter mit Gravel-DNA. Entstanden ist das Rad in Berlin und insbesondere im Friedenauer Kiez. Es soll auf Asphalt, im Gelände und auch in bergigem Terrain funktionieren. Der aktuelle Preis für die ausgewiesene Konfiguration liegt bei 3.690 Euro.
Was kostet ein Pasculli Rennrad oder Gravelbike?
Die Preisspanne ist groß. Ein aktuelles Pasculli kann bei knapp 2.500 Euro liegen, wenn ein reduziertes Konfektionsmodell im Angebot ist. Ein individuell gefertigtes Carbon-Rennrad mit hochwertiger Ausstattung kann dagegen 10.000 Euro und deutlich mehr kosten. Bei den regulären Beispielkonfigurationen beginnen die aktuellen Rennradpreise beispielsweise bei 3.990 Euro für das Pradello und 4.990 Euro für das Cremona mit 105 Di2 oder SRAM Rival. Beim individuell gefertigten Altissimo geht es bei 6.490 Euro mit SRAM Rival AXS los.
Bei den Gravel- und Allroad-Rädern reicht das Spektrum vom PAS-01 für 3.690 Euro über das Lisore ab 5.790 beziehungsweise 5.990 Euro bis zum individuell gefertigten Altissimo All für bis zu 13.990 Euro in der ausgewiesenen Dura-Ace-/CADEX-Konfiguration.Diese Preise sind allerdings nicht mit einer klassischen Preisliste gleichzusetzen. Pasculli spricht ausdrücklich von Beispielkonfigurationen. Komponenten und Ausstattung können verändert werden.
Warum sind Pasculli Fahrräder so „teuer“?
Die Antwort liegt nicht allein in der Ausstattung. Bei einem Maßrahmen bezahlt der Kunde auch für die individuelle Konstruktion. Die Körpermaße werden aufgenommen, die Geometrie entwickelt und der Rahmen anschließend in Italien individuell gefertigt. Dazu kommen die Lackierung und der individuelle Aufbau in Berlin. Das lässt sich mit einem Serienrad nur eingeschränkt vergleichen. Ein Fahrer, der vor allem möglichst viel Ausstattung für sein Geld sucht, wird andere Kriterien anlegen. Für jemanden, der eine bestimmte Sitzposition benötigt oder bewusst einen individuell gefertigten Rahmen möchte, sieht die Rechnung anders aus. Ob ein Pasculli den Aufpreis wert ist, hängt deshalb stark davon ab, welchen Wert man auf diese Individualisierung legt.
Pasculli Rennrad kaufen: Maßrahmen oder Konfektionsrad?
Die wichtigste Frage lautet nicht automatisch „Welches Pasculli ist das beste?“, sondern zunächst: Brauche ich überhaupt einen Maßrahmen? Wer mit den eigenen Körperproportionen gut in eine vorhandene Geometrie passt, kann mit einem Konfektions- oder maßkonfektionierten Rahmen sehr gut fahren. Wer dagegen immer wieder Probleme mit Reichweite, Sattelposition oder Lenkerhöhe hat oder deutlich von den üblichen Körperproportionen abweicht, kann von einer individuellen Geometrie profitieren. Pasculli prüft genau diese Frage bereits bei der Vermessung. Zunächst wird geschaut, ob eine KomPas-Geometrie passt. Erst wenn das nicht sinnvoll erscheint, wird ein individueller Rahmen empfohlen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem Verkaufsmodell, bei dem Maßanfertigung grundsätzlich als Premiumoption verkauft wird.
Welche Pasculli Modelle gibt es 2026?
Die aktuelle Übersicht lässt sich so zusammenfassen:
| Modell | Kategorie | Material | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Altissimo | Rennrad / Gravel | Carbon | individueller Rahmen, Road und All |
| Mercatello | Rennrad / Allroad | Carbon | Aero-Rennrad und Allroad |
| Bagnolo | Road / Gravel & Allroad | Stahl | Columbus Spirit, Maßrahmen |
| Tomarlo | Rennrad / Gravel | Carbon | Road- und Gravel-Version |
| Cremona | Rennrad | Carbon | Aero-Konfektionsmodell |
| Pradello | Rennrad | Carbon | Konfektionsrahmen, vielseitig |
| Lisore | Gravel | Carbon | Konfektions-Gravelbike |
| Angelone | Gravel / Allroad | Aluminium | individueller Allrounder |
| PIONE | Gravel / Allroad | Carbon | sportliches Allroad-Modell |
| PAS-01 | Gravel / Commuter | Aluminium | Alltag und Gravel |
Die Einordnung basiert auf der aktuell veröffentlichten Pasculli-Modellübersicht
Aktuelle Pasculli Angebote
Wer nicht zwingend einen individuell gefertigten Rahmen sucht, sollte die Angebote des Herstellers im Auge behalten. Aktuell listet Pasculli sieben reduzierte Fahrrad- beziehungsweise Rahmenset-Angebote.
Dazu gehören:
- Cremona ACR | Rival: 3.990 statt 6.490 Euro
- Cremona DB | 105: 2.490 statt 4.790 Euro
- Lisore | Campagnolo Ekar: 3.990 statt 5.490 Euro
- PIONE | 105 DB: 3.490 statt 4.290 Euro
- PIONE | Rival AXS: 3.990 statt 5.261 Euro
- PIONE Frame Kit: 1.590 statt 2.490 Euro
- Pradello | 105: 2.990 statt 4.990 Euro
Hinzu kommt auf der aktuellen Angebotsseite ein Cremona ACR mit SRAM Red für 4.990 Euro statt 11.900 Euro. Bei solchen Angeboten lohnt allerdings ein Blick auf die konkrete Rahmengröße und Ausstattung. Gerade bei einem Fahrrad, das stark über seine Geometrie definiert wird, sollte der Preis nicht das erste und einzige Kriterium sein.
Pasculli im Jahr 2026: eine kleine Marke mit ziemlich eigener Idee
Pasculli ist in einer Fahrradwelt entstanden, in der immer mehr Räder nach standardisierten Größen, Plattformen und Ausstattungsvarianten entwickelt werden. Die Berliner Marke hat sich bewusst einen anderen Weg gesucht. Das bedeutet heute allerdings nicht, dass jedes Pasculli ein handgefertigter Maßrahmen sein muss. Das Sortiment ist breiter geworden. Es gibt Konfektionsmodelle, Monocoque-Carbonrahmen und unterschiedliche Preisstufen. Gleichzeitig ist der Maßrahmenbau weiterhin das Zentrum der Marke. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Besonderheit von Pasculli. Die Marke zwingt den Kunden nicht in die Maßanfertigung, sondern stellt sie neben eine moderne Konfektionswelt. Wer ein individuell gefertigtes Altissimo oder Mercatello möchte, bekommt einen Rahmen, dessen Geometrie aus den eigenen Maßen entwickelt wird. Wer das nicht benötigt, kann ein Cremona, Pradello oder Lisore in einer festgelegten Geometrie wählen. Und dazwischen liegen die KomPas-Geometrien, die aus der Erfahrung des Maßrahmenbaus entstanden sind. Das ist ein weniger spektakuläres Verkaufsversprechen als das nächste Gramm weniger Gewicht oder die nächste aerodynamische Wattzahl. Für jemanden, der mehrere Stunden auf einem Fahrrad verbringt, kann die Frage nach der passenden Geometrie aber die deutlich wichtigere sein. Pasculli hat diese Frage bereits vor knapp zwanzig Jahren gestellt. Heute baut die Marke daraus Rennräder, Gravelbikes und Allroad-Räder für ganz unterschiedliche Ansprüche – vom Berliner Pendler bis zum Fahrer, der sich sein Carbon-Rennrad tatsächlich bis ins letzte Detail selbst konfigurieren möchte.
Marcus lebt und atmet das Thema Fahrrad. Wenn er nicht gerade über die neuesten Trends, Technik-Highlights oder spannende Touren schreibt, sitzt er selbst im Sattel seines Cervélo S5 und sammelt Kilometer auf den schönsten Straßen und Anstiegen Europas.
Als leidenschaftlicher Rennradfahrer hat er bereits zweimal den legendären Ötztaler Radmarathon erfolgreich absolviert – eine der härtesten und renommiertesten Jedermann-Veranstaltungen im Radsport. Für ihn sind lange Anstiege, schnelle Abfahrten und anspruchsvolle Herausforderungen kein Hindernis, sondern genau der Grund, warum er das Radfahren liebt.
Immer auf der Suche nach der nächsten geilen Ausfahrt, neuen Strecken und unvergesslichen Fahrerlebnissen, bringt Marcus seine Erfahrungen direkt in seine Beiträge ein. Ob Rennrad, Bike-Technik, Ausrüstung oder Tourentipps – er schreibt aus der Perspektive eines echten Enthusiasten, der weiß, worauf es auf der Straße wirklich ankommt.
Sein Motto: Das beste Rad ist das, das gerade unterwegs ist.







